Ich habe gerade einen sehr inspirierenden Blogbeitag von Kristin auf eattrainlove.de gelesen. Es geht darum, dass wir unser Glück verschieben, indem wir nach den bekannten “Wenn ich endlich <hier irgendwas einsetzten>, dann bin ich glücklich” Sätzen leben.

Auch mir geht es so. Meine typischen “Wenn-Dann”-Sätze sind:

  • Wenn wir endlich geheiratet haben, dann ist alles viel einfacher.
  • Wenn ich mehr Geld hätte, könnten wir viel besser leben.
  • Wenn ich endlich schwanger wäre, hätte sich mein Lebenstraum erfüllt.

Aber das ist schwachsinnig. Soll ich etwa wirklich unglücklich sein, nur weil ich (noch) unverheiratet und kinderlos bin und kein sechs-stelliges Jahreseinkommen hab? Ich habe einen Freund, der mich liebt, einen Job, der mir Spaß macht, eine schöne Wohnung und eine tolle Familie. Die meisten Probleme sind also selbstgemacht. Zusätzlich zu den “Wenn …, dann …”-Sätzen kommen bei mir dann noch die “Was wäre, wenn …”-Gedanken dazu. Ich bin Meisterin darin. Gerade jetzt überlege ich, wie das Geld verteilen würde, wenn ich mehr hätte. Außerdem denke ich jetzt schön ständig über unseren möglicherweise zukünftigen Hund nach. (Es ist noch nicht mal sicher, ob das wirklich klappt und wenn, dann sowieso erst frühstens im Sommer) Wo würde ich das Körbchen hinstellen, welche Kommandos bringe ich ihm wie bei etc. Natürlich sollte man vor der Anschaffung darüber nachdenken, aber da das alles andere als konkret ist, baue ich eher Luftschlösser.

Neulich habe ich noch was anderes gelesen: morgens warten wir auf den Feierabend, Montags warten wir auf das Wochenende, wenn wir arbeiten müssen, warten wir auf den Urlaub u.s.w. Meistens sind wir damit beschäftigt auf einen vermeintlich besseren Zeitpunkt zu warten. Aber warum kann ich nicht einfach jetzt glücklich sein? Und die überraschende Antwort ist: ich weiß es nicht. Daher beschließe ich hiermit feierlich:

Mein Glück ist jetzt!

Ich mag mich, ich mag mein Leben, ich mag meine Familie und Freunde. Es geht mir gut und ich bin jetzt glücklich. Natürlich freue ich mich auf meinen Urlaub, aber ich bin nicht nur dann glücklich.

Es ist schön, diesen Glaubenssatz hier festzuhalten und auch nochmal ganz bewusst aufzuschreiben. Ich arbeite außerdem auch an meiner Achtsamkeit, um jeden Moment des Glücks noch bewusster erleben zu können.