Es war ja schon immer ein Kindheitstraum von mir irgendwann einen Hund zu haben. Früher als Kind waren es ein Dalmatiner, später dann ein Labrador, aber der generelle Wunsch nach einem Hund war immer da.

Nun hatten wir die Möglichkeit 4 Tage lang den Hund einer Freundin auf Probe zu halten und es ist noch viel schöner, als ich es mir erträumt habe.
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Natürlich krempelt ein Hund dein Leben erstmal um: Früher aufstehen zum Gassi gehen, zum ersten mal eine Pipi Pfütze in der Küche aufwischen, lange Gassi Runden und dabei neue Ecken in der Nachbarschaft entdecken u.s.w. Aber diese ganzen Änderungen wirken sich nur positiv auf dein Leben aus.

Frühs bin ich nun immer eine halbe Stunde früher aufgestanden und habe ca 25. Minuten lang die Frührunde mit der kleinen Lilly gemacht. Das Gute daran ist, dass man nebenbei, dank der Bewegung an der frischen Luft, gleich mit wach wird und so besser in den Tag starten kann. Frühs um halb sieben, kann man auch ungeduscht und mit strähnigen Haaren raus, denn so viele Leute sind sowieso nicht unterwegs und so muss der Hund nicht so lange warten nach dem Aufstehen.

Mittags war dann die Mittagsrunde dran, die mein Freund mit ihr gedreht hat, weil ich auf Arbeit war. Ansonsten hat sie tagsüber viel geschlafen und sich tierisch gefreut, wenn ich von der Arbeit gekommen bin. Dann kam nämlich bald die lange Abendrunde dran. Ich bin an den paar Tagen immer einen anderen Weg gelaufen, so hatte sie immer schön viel zu schnüffeln und es wurde nicht langweilig. Ich hätte auch noch so viele andere Wege gehabt, die ich gern mit ihr gegangen wäre, aber leider musste ich sie wieder abgeben.
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Herzzereißend war auch immer das Jaulen, wenn ich gegangen bin. Sie hatte eher mich als Bezugsperson und war immer todtraurig, als ich die Tür hinter mir schloß, aber mit ein paar Krauleinheiten und Spielchen war der Kummer zum Glück auch schnell wieder vergessen. Tagsüber hat sie viel geschlafen und als ich dann da war, gabs nach der Runde viel Kuscheln und auch ein paar Spielchen, wenn sie Lust hatte.
Vor den Schlafen ging es dann nochmal kurz raus, um das kleine Geschäft zu verrichten, damit es nicht wieder, wie am ersten Tag, zu einem Malheur in der Küche kommt, aber zum Glück ist das nicht wieder passiert und Hund und Frauchen/Herrchen waren zufrieden.

Der Entschluss steht jetzt auf jeden Fall: So bald wie möglich muss hier ein kleines neues Familienmitglied einziehen, am Besten aus dem Tierheim.